Am Sonntag, 15. November 2015
spielten wir wieder in der Christuskirche in Leverkusen.
Unser Solist war Peter Geifmann, Viola.

Die musikalische Leitung und Moderation hatte
Ulrike Rocholl

Am 15. November war Volkstrauertag,

..das war unser
Baldur Gerschütz.
und uns erwartete an diesem Tag ein Konzert, das wir dem Andenken unseres langjährigen Konzertmeisters Baldur Gerschütz gewidmet hatten und ganz aktuell dem Erinnern an Helmut Schmidt und den Toten von Paris.


Wir begannen das Konzert mit einem Concerto Grosso von Georg Friedrich Händel. Diesmal das Konzert Nr. 10 in d-moll.




Dann folgte im Programm die besonders innige Trauermusik von Paul Hindemith.

Die hat Paul Hindemith in London komponiert.
Das war am 21. Januar 1936. Eigentlich sollte er dort auf Einladung der BBC seine Musik „Der Schwanendreher“ mit dem BBC Symphony-Orchestre zur Aufführung bringen. Aber am Vortag war der damals hochverehrte König, Georg V., der Großvater der heutigen Königin Elizabeth II. verstorben, und die BBC hat deshalb das Konzert kurzfristig absagen müssen. Aber noch am gleichen Tag hat der britische Rundfunk Paul Hindemith gebeten, ob er nicht eine Trauermusik für ein Gedächniskonzert schreiben könne.


Diesen Bericht
schrieb die Rheinische Post.
(anklicken, um ihn ganz zu lesen!)
Paul Hindemith hat diesen ungewöhnlich ehrenvollen Auftrag sofort angenommen und sich tief bewegt in diese Aufgabe gestürzt. Schon am nächsten Tag, am 21. Januar 1936 nachmittags um 16:00 war die Partitur fertig. Noch am gleichen Abend wurde geprobt, und am 22. Januar fand dann das Trauerkonzert mit dem BBC Symphony-Orchestre statt und wurde landesweit im britischen Rundfunk übertragen.

Paul Hindemith war nicht nur Komponist sondern auch Solo-Bratschist. So nimmt es kein Wunder, dass er in diese Musik einen innig besseelten Part für Solo-Bratsche eingewoben hat, den er bei der Uraufführung selber spielte. Wer genau hinhörte, hat gemerkt, dass Hindemith im letzten Teil dieser Trauermusik den ehrwürdigen Bach-Choral „Vor Deinen Thron tret ich hiermit“ zum Klingen gebracht hat.


Die Solo-Bratsche spielte an diesem Tage bei uns Peter Geifmann.

Hindemiths Trauermusik endete mit den Bachschen Choralklängen, und Peter Geifmann griff diese Klänge auf, als er für uns dann„ganz solo“ eine der großartigsten Werke der Musik, die Chaconne in d-moll für Solo-Bratsche von J.S. Bach spielte.



Nach der Pause spielten wir die Mozart Sinfonie Nr. 29 in A-Dur.
Das ist die Mozart-Sinfonie aus seinen jungen Jahren, die in allen Konzertsälen immer wieder der festliche Höhepunkt jedes Konzertes ist. Mozart hat sie 1774 in Salzburg geschrieben. Er war selbst so angetan von dieser Musik, dass er sie 10 Jahre später, dann in Wien, erneut zur Aufführung brachte. Und auch die Wiener waren begeistert.


Sonntag 15. November 2015, 17:00,
Christuskirche, Leverkusen Wiesdorf,


Kommen Sie zu uns,
auch das nächste Konzert wird bestimmt ein begeisterndes Konzert.

Klangbeispiele