Am Sonntag, 11. Mai in der Christuskirche in Leverkusen und dann am 06. Juli
in der St. Stephanuskirche in Hitdorf, spielten wir unser Frühlingskonzert 2014.
Musikalische Leitung und Moderation:
Ulrike Rocholl

Frühling und Sommeranfang: Da spielten wir natürlich ein frisches fröhliches Sommer-Konzert.
Und als dann zum Schluss unsere Zugabe erklang, das muntere "Plink, Plank, Plank von Leroy Anderson, da gab es im Publikum kein Halten mehr. "Standing Ovations" waren der Lohn für unser Spiel!



...hier in Hitdorf bei der Probe,
zusammen mit dem Kirchenchor von St. Stephanus unter Bernhard Dieter.


Das war unser Programm:
Johann Stamitz (1717 - 1757)
Melodia Germanica Nr. 1 D-Dur.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
Serenata Notturna D-Dur.
Pause


Henry Purcell (1659 - 1695)
Chaconne für Streicher g-moll.

Benjamin Britten (1913 - 1976)
Simple Symphony



Als Erstes erklang die „Melodia Germanica Nr. 1 D-Dur"
von Johann Stamitz.
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Da kam also der jugendlich schwungvolle Johann Stamitz aus Böhmen nach Mannheim und stellte dort erstmal das ganze Konzertleben auf den Kopf. Er revolutionierte die Arbeit mit dem Orchester und machte es zu einer der bedeutensten in Europa und dann gründete er die berühmte Mannheimer Schule.Er entwickelte dort als erster die Form der Konzertsinfonie, eine Konzertform, die von Mozart, Haydn, Beethoven und bis heute allen anderen grossen Komponisten aufgegriffen wurde und das Musikleben ganz Europas bestimmte. Lustig ist dabei, dass er anfangs noch nicht so recht wusste, wie er seine neue Musikform eigentlich nennen sollte und so nannte er sie noch nicht „Sinfonie" sondern einfach „Deutsches Lied", oder, weil damals alles lateinisch sein musste „Melodia Germanica".
Natürlich hatte auch Mozart schon früh von der neuen Musik in Mannheim gehört, und weil er mal wieder Ärger in Salzburg hatte, machte er sich auf den Weg nach Mannheim. Auch er war gerade 20 Jahre alt.
Aber für unser Konzert viel wichtiger: Kaum angekommen verliebte Wolfgang Amadée sich Hals über Kopf in die junge Sopranistin Luisa Weber. Und verliebt wie er war, schrieb er die wunderschöne romantische und mit allerlei „Mannheimer" Finessen gespickte Musik, der er selbst bestimmt gern einen so schönen Titel gegeben hätte wie etwa: "Oh, Lu, wenn ich Dich im Mondschein küsse". Aber mit ihm war ja leider sein strenger Vater nach Mannheim gekommen und der verpasste dieser romantischen Liebesmusik dann natürlich wieder einen schicklichen lateinischen Titel:

Wolfgang Amadeus Mozart
„Serenata Notturna D-Dur".
Das war unser zweites Stück.


Nach der Pause ging´s von Mannheim nach London:
Dort komponierte Henry Purcell, ebenfalls fast noch ein Teenager, seine prachtvolle
Chaconne für Streicher in g-moll
Henry Purcell, (1659 - 1695)

Henry Purcell galt schon zu Lebzeiten als der bedeutendste englische Komponist. Seine Zeitgenossen gaben ihm den Ehrentitel "ORPHEUS BRITANNICUS". Bis heute ist sein musikalischer Einfluss ungebrochen In vielen berühmten Filmen ist seine Musik sogar Titelmusik und selbst Rockstars wie Pete Townshend und die Gruppe "The Who" nennen Henry Purcell ihren wichtigsten musikalischen Einfluss.


Dann spielten wir eine kleine Sinfonie des Engländers Benjamin Britten. Der war auch erst 20 Jahre alt, als er diese Sinfonie zu Uraufführung brachte Für viele Konzertbesucher gehört diese

Benjamin Britten
„Simple Symphony"

zu den eindrucksvollsten Stücken, die uns auch neuzeitlichere Klänge vertraut und geliebt gemacht haben. Britten hat hier seine ganze musikalische Kindheit hineingewoben. Die kleinen Klavierstücke und Lieder, die er schon mit zehn Jahren für seine Familie als seinen Beitrag zum gemeinsamen Musizieren geschrieben hatte, haben ihn nie mehr losgelassen und bilden in jedem der vier Sätze dieser Sinfonie den musikalischen Kern.

Das war unser musikalischer Frühling 2014


Kommen Sie wieder zu uns!
Auch das nächste Konzert wird bestimmt ein tolles Konzert!

Klangbeispiele